10. Ecstasy (XTC)

Was ist Ecstasy?
Wie wirkt Ecstasy?
Was sind die Risiken von Ecstasy?
Was sind die Folgeschäden und Nebenwirkungen von Ecstasy?
Macht Ecstasy abhängig?
Schädigt Ecstasy das Gehirn?
Wie lange hält die Wirkung an?


Was ist Ecstasy?
Ecstasy ist eine künstlich hergestellte Droge. Die Designerdroge wird auch als XTC, Adam oder Cadillac bezeichnet und löst im Gehirn Glücks- und Belohnungsgefühle aus.


Wie wirkt Ecstasy?
Ecstasy löst 20 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein Glücksgefühl und eine innere Selbstzufriedenheit aus. Der Konsument fühlt sich angstfrei und empfindet ein verstärktes Selbstvertrauen. Der Abbau von Hemmungen verbessert seine Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, ohne dass er die Selbstkontrolle verliert. Ohren und Augen nehmen Eindrücke stärker wahr, Berührungen werden intensiver empfunden. Schmerzen, Hunger und Durst werden verdrängt. Je nach Umgebung zieht sich der Konsument zurück oder wird aktiv wie zum Beispiel in Discos. Nachdem die Wirkungen abgeklungen sind, stellt sich ein Zustand körperlicher Erschöpfung ein, der unter Umständen von Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit und Angstzuständen begleitet werden kann.


Was sind die Risiken von Ecstasy?
Ecstasy besaß lange den Ruf eine sichere Droge zu sein. Aufgrund von Todesfällen in der Techno-Szene in Verbindung mit Ecstasy und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen schätzt man heute das Risiko höher ein.

Nebenwirkungen und Risiken beim Gebrauch von Ecstasy sind stark abhängig von der Menge, die genommen wird. Aber auch Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Gesundheitszustand (Nieren- und Leberfunktion), seelischer Zustand des Konsumenten sowie das soziale Umfeld beim Konsum beeinflussen die Reaktionen.

Die akuten Risiken liegen – neben der nicht immer abschätzbaren Wirkung infolge unbekannter Inhaltsstoffe – nach derzeitigen Erkenntnissen vor allem in den körperlichen Begleiterscheinungen. Bei starker körperlicher Aktivität aufgrund des Drogenkonsums kann es zu einem bedrohlichen Flüssigkeitsverlust kommen. Dieser kann zur Austrocknung und Überhitzung führen und muss mit Getränken ausgeglichen werden.

Weitere körperliche Nebenwirkungen können Übelkeit, Mundtrockenheit, Herzklopfen, Unruhe und Verspannungen der Kiefermuskeln sowie eine verstärkte Aktivität sein. Körpersignale wie Hunger, Durst und Müdigkeit werden nicht mehr wahrgenommen. Gleichzeitig können Geschicklichkeit und Feinmotorik beeinträchtigt sowie das Konzentrations- und Urteilsvermögen derart vermindert sein, dass die Teilnahme am Straßenverkehr eine zusätzliche Gefahr darstellt.

Das Risikopotential des Ecstasykonsums wird dadurch erhöht, dass die Kapseln oder Tabletten neben den spezifischen Wirkstoffen häufig auch Kombinationen verschiedener Drogen, Arzneimittel oder anderer Stoffe enthalten. Diese Mischungen können unter anderem zu extremen Kreislaufbelastungen, akuten Angstzuständen, Vergiftungen und allergischen Reaktionen führen. Der gleichzeitige Konsum von Ecstasy und Alkohol belastet insbesondere Leber und Nieren und verstärkt das gefährliche Austrocknen des Körpers.


Was sind die Folgeschäden und Nebenwirkungen von Ecstasy?
Neuere Studien weisen darauf hin, dass chronischer Ecstasykonsum zu dauerhaften Veränderungen im Gehirn führen kann. Noch zu bestätigende Befunde deuten zudem auf Wortfindungs-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie auf eine eingeschränkte Lernfähigkeit hin. Darüber hinaus kann der Ecstasykonsum auch Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes, Lebererkrankungen, Epilepsie, Krampfleiden, Grüner Star und Schilddrüsenerkrankungen verstärken. Psychosen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen können nicht ausgeschlossen werden. Sie stehen aber meist in Verbindung mit bestehenden Erkrankungen.


Macht Ecstasy abhängig?
Wie abhängig Ecstasy macht, ist umstritten. Das Absetzen führt zu psychischen Entzugserscheinungen wie Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen und dem starkem Wunsch nach der Droge. Starker Konsum führt dazu, dass es immer größere Mengen und häufigere Wiederholungen braucht um die gleiche Wirkung zu erhalten. Auch von einer Wirkungsumkehr wird berichtet: Nach häufigem Konsum lässt die positive Wirkung nach, während die negative Wirkung zunimmt.


Schädigt Ecstasy das Gehirn?
Definitive und irreversible Schädigungen des Gehirns sowie die Auslösung chronischer Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit durch Ecstasy-Gebrauch werden angenommen, konnten aber trotz entsprechender Versuche bisher nicht nachgewiesen werden.

Extrem hohe Dosierungen stehen weiterhin in Verdacht, auch beim Menschen bleibende neurologische Veränderungen auszulösen. Besonders Schlaf, Antrieb und Affektregulation werden durch langfristigen Ecstasy-Gebrauch beeinflusst. Der Einsatz neuster Verfahren konnte dabei geschlechtsspezifische Unterschiede nachweisen. Daher kann man annehmen, dass Frauen empfindlicher auf die gleiche Dosis XTC reagieren wie Männer. Verschiedene Untersuchungen weisen auch darauf hin, dass es zu längerfristigen Schädigungen kommen kann – etwa in Form von Denk-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie eingeschränkter Lernfähigkeit.

Chronischer Gebrauch von Ecstasy kann zu langfristigen psychischen Störungen (Psychosen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen) führen.


Wie lange hält die Wirkung an?
Die Wirkung von Ecstasy beginnt in der Regel nach 20 – 60 Minuten und hält 2 – 6 Stunden an.

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